Aktionsforschung

Ziel des Aktionsforschungsprozesses im Zukunftswerk ist es, durch die wissenschaftliche Aufbereitung und Analyse der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren der Politik und Zivilgesellschaft, Erkenntnisse über kontextübergreifende Muster zu den Herausforderungen, Bedingungen und Wirkmechanismen nachhaltiger sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Transformationsprozesse in Deutschland und Frankreich zu sammeln, um daraus empirisch fundierte politische Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Wissenschaftlich

Wir bereiten die Prozesse und Projekte in den Initiativen auf und analysieren diese.

"action research"

Spezieller Forschungsansatz, fokussiert auf nicht-akdamemisches Wissen und Handeln

Persönlich

Unsere Feldforscher bringen sich, auch mit ihren Persönlichkeiten, in die lokalen Initiativen ein.

Intensität

Unsere Kooperationen können punktuell oder sehr intensiv sein, je nach den jeweiligen Bedürfnissen

Allgemein kann Aktionsforschung („action research“) als Forschungsansatz der empirischen Sozialforschung definiert werden, die durch selbstreflexive, partizipative und interaktive qualitative Methoden Wissensbestände außerhalb des akademischen Kanons, wie zum Beispiel traditionelles, lokales und anderweitig gesellschaftlich relevantes Wissen erfassen möchte, um im Feld neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Deshalb wird die Aktionsforschung auch als „Handlungsforschung“, „Tatforschung“, oder „aktivierende Sozialforschung“ bezeichnet.
 
Auf die Arbeitsweise des deutsch-französischen Zukunftswerkes angewendet bedeutet dies, dass unsere Forschung nicht danach strebt, neutral die Prozesse in den lokalen und regionalen Initiativen zu beobachten, sondern die lokalen Akteure in der Umsetzung ihrer Vorhaben zu unterstützen, um dadurch einen Wandel in Denkmustern und Arbeitsweisen anzustoßen. Für unsere Feldforscher*innen vor Ort bedeutet dies, sich persönlich in den zu erforschenden Kontext einzubringen und durch Beobachtung und aktive Teilnahme an Politikgestaltungsprozessen Erkenntnisse über die Interaktionen von Akteuren, ihr Verhalten und deren Auswirkungen auf lokale und überregionale Verflechtungen und Potentiale, und über kollektiven Handels zu gewinnen.

 

“Wenn wir den Wandel vor Ort verstehen wollen, müssen wir auch vor Ort sein.“

Adam Naber, Community-Manager Tweet

Dabei arbeiten wir mit lokalen Partnerprojekten in unterschiedlicher Form und Intensität zusammen. Die Stufe der Zusammenarbeit speist sich aus Zielsetzung und Dauer der Kooperation zwischen den Initiativen vor Ort und dem Zukunftswerk, sowie aus den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Projekte. Die Zusammenarbeit kann sich locker und punktuell über die Online-Platform gestalten, um dem Informationsaustausch zu dienen, oder eine regelmäßige Teilnahme an unseren Peer-to-peer-Dialogen einschließen, um Erfahrungen und Sichtweisen auszutauschen. Als intensivste Form der Zusammenarbeit bieten wir eine bedarfsorientierte Begleitung der Partnerprojekte im Rahmen unserer Aktionsforschung, wie wir sie im Jahr 2021 beispielsweise mit der Stadt Marburg und dem Burgenlandkreis durchführen.

Peer-Dialog

Wir setzen die Initiativen miteinander in Verbindung und unterstützen den Dialog.

Resonanzraum

Hier werden die Handlungsempfehlungen erarbeitet