Universitätsstadt

Marburg

Ziel der Zusammenarbeit

Das Deutsch-Französische Zukunftswerk und die Universitätsstadt Marburg möchten verstehen lernen, wie ein gemeinsames Agieren von Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft dazu führen kann, dass Marburg bis 2030 klimaneutral wird.

Hintergrund der Zusammenarbeit

Im Juni 2019 rief die Universitätsstadt Marburg den Klimanotstand aus, mit dem Ziel, emissionsneutral zu werden. Unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft formulierte sie dafür einen Klima-Aktionsplan mit entsprechenden Maßnahmen. Dieser hebt bürgerschaftliches Engagement in Marburg als Schlüsselelement für die Umsetzung der Klimaziele hervor.

Steckbrief

© Pedelecs / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
  • 76.401 Einwohner
  • Hessen, an der Lahn
  • Ökologischer Wandel
  • Klimanotstand
  • klimaneutrale Stadt
  • Seit 2020

Der Klima-Aktionsplan 2030

  • Träger:
    Universitätsstadt Marburg
  • Ziel
    Klimaneutralität
  • Budget
    Die Gesamtkosten von 2021 bis 2030 liegen nach dem derzeitigen Stand bei rund 130 Millionen Euro für die städtischen Maßnahmen. Dazu kommen Investitionen der Stadtwerke und der GeWoBau.

Bereiche der Zusammenarbeit

Im Dezember 2020 wurde die Zusammenarbeit mit der Universitätsstadt Marburg vereinbart – zunächst bis Oktober 2021. Der thematische Fokus dieser Zusammenarbeit liegt auf der Identifikation möglicher gemeinsamer Interessen der städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Bezug auf den Klima-Aktionsplan und geeigneter Kooperationsformate zur Erreichung der Klimaziele.

Gemeinsam mit den beteiligten Akteur*innen möchten wir wirkungsvolle Mechanismen der Bürger*innenbeteiligung sowie der Einbeziehung ehrenamtlichen Engagements auf kommunaler Ebene ermitteln und daraus Handlungsempfehlungen ableiten. Unter Einsatz der Aktionsforschung begleiten wir das kommunale Marburger Klimaschutz-Team und die Stadtgesellschaft bei der Umsetzung verschiedener Arbeitsschritte des Aktionsplans. In Peer-Dialogen bringen wir zudem Erfahrungswerte anderer Kommunen in Deutschland und Frankreich mit ein und regen einen weiterführenden Austausch zwischen Akteur*innen und Expert*innen in beiden Ländern an.

Die Handlungsschwerpunkte des Klima-Aktionsplans 2030:

Energie

Klimaneutrale, lokale Energieerzeugung und bauliche Modernisierung

Mobilität

Förderung von klimaneutraler Mobilität

Stadtgesellschaft

Die Stadtgesellschaft bei Findungs- und Entscheidungsprozessen unterstützen

Flächennutzung

Klimaneutrale Nutzung von Flächen. Versiegelungen vermeiden

Marburg bei Sonnenuntergang
©GOLDfisch ART - stock.adobe.com
„Mit der Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Zukunftswerk wollen wir den Klimaschutz in Marburg weiter voranbringen und uns kommunal aber auch im Austausch mit Frankreich weiter vernetzen. Wir können bestimmt an einigen Stellen voneinander lernen.“
„Unsere Klimaschutzkolleginnen und -kollegen werden fachlich unterstützt. Wir sind über die Kooperation mit dem Zukunftswerk und die Unterstützung bei der Umsetzung des Klima-Aktionsplans sehr glücklich.“

„Unsere Kooperation mit der Universitätsstadt Marburg kann einen Anstoß geben. Ich sehe der künftigen Zusammenarbeit mit viel Freude entgegen.“