Leben in zukunftsfähigen Dörfern &

Gemeinde Nebelschütz / Gmejna Njebjelčicy

Ziel der Zusammenarbeit

Das Deutsch-Französische Zukunftswerk organisiert Peer-Dialoge mit der Gemeinde Nebelschütz und dem Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ (GEN Deutschland) zu sozio-ökologischer Nachhaltigkeit in ländlichen Gemeinden.

Hintergrund der Zusammenarbeit

Die Dialogpartner sind Musterbeispiele für den ökologischen Wandel. So ist zum Beispiel in Nebelschütz die Energieerzeugung durch Solar-, Windkraft und Biogas 3-mal höher als der Energieverbrauch. Im Fokus des Projektes „Leben in zukunftsfähigen Dörfen“ stehen Dorftandems aus je einem Ökodorf und einem traditionellen Dorf, die gemeinsame Ideen entwickeln, um nachhaltigen Lebensraum zu schaffen. Eines der teilnehmenden Ökodorfer, das Ökodorf Sieben Linden, hat z.B. einen ökologischen Fußabdruck, der nur 27 % des bundesdeutschen Durchschnitts beträgt.

Bereiche der Zusammenarbeit

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Austauschformate zu den unterschiedlichen Herangehensweisen von den Ökodörfern und der Gemeinde Nebelschütz zu gestalten, die wichtige Erkenntnisse hervorbringen wie ökologischer Wandel auf lokaler Ebene angestoßen wird.

Im Vordergrund stehen hierbei die Stärkung der Identifikation der Bewohner*innen mit dem Ort und die Förderung ihrer aktiven Teilnahme am Dorfleben und an Entscheidungen.

Steckbrief

  • Ökologischer Wandel & Resilienz
  • Ökologische Infrastruktur
  • Sozio-ökologische Nachhaltigkeit

Sozio-ökonomisches Profil

Leben in zukunftsfähigen Dörfern
Nebelschütz

Die teilnehmenden Ökodörfer haben sehr unterschiedliche Profile und Größen. Folgende Dorftandems sind durch das Projekt entstanden: Lebensgut Cobstädt mit Seebergen/Region der Vielfalt, Thüringen;  Gemeinschaft Mittendrin Leben mit Dahlem-Harmstorf, Niedersachsen; Ökodorf Sieben Linden mit Beetzendorf, Sachsen-Anhalt.

© Michael Würfel / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Projekt „Leben in zukünftsfähigen Dörfern“

Im Mittelpunkt des vom Umweltbundesamt geförderten Projektes „Leben in Zukunftsfähigen Dörfern“ (durchgeführt von Global Ecovillage Network Deutschland) stehen Tandems zwischen jeweils einem Ökodorf und einem traditionellen Dorf. In jedem Tandem arbeiten „Dorfbegleiter*innen“, die Teil der Ökodörfer sind, mit Verwaltungen und Bürger*innen der traditionellen Dörfer zusammen. Ziel ist es, durch partizipative Herangehensweisen eine nachhaltige Dorfentwicklung zu inspirieren und in lokale Initiativen umzusetzen. Die teilnehmenden Ökodörfer sind auch in dem GEN Deutschland Projekt „Lernorte für morGEN“ involviert, eine deutschlandweite Plattform für nachhaltige Bildungs- und Entwicklungsformate aus Orten und Dörfern des Wandels.

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Nebelschütz: Bewahrung der eigenen kulturellen Identität

Die Gemeinde Nebelschütz hat es seit 1990 erfolgreich geschafft, den Trend von hoher Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Überalterung umzukehren. Selber versteht sich die Gemeinde als „enkeltauglich“, herzlich, kreativ, ökologisch und sorbisch. Im Mittelpunkt der Dorfentwicklung stehen Nachhaltigkeit, Bewahrung der sorbischen Kultur und Gemeinschaftsbildung, die durch eine Reihe von Initiativen umgesetzt werden:

Die Gemeinde Nebelschütz will sich langfristig selbstständig mit Energie versorgen.

Die Dörfer aus der Luft