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Scouting neuer Initiativen

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Auf der Suche nach neuen Partnerinitiativen.
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Auf der Suche nach neuen Partnerinitiativen.
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Zweiter Arbeitszyklus: Die Scouting-Phase hat begonnen!
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Ein neuer Themenschwerpunkt
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Es ist so weit! Der zweite Arbeitszyklus des Deutsch-Französischen Zukunftswerks hat begonnen und das Sekretariat arbeitet auf Hochtouren, um neue Partnerinitiativen auszuwählen. Zwei übergeordnete Arbeitsthemen wurden dafür vom Lenkungskreis ausgewählt: „ökologischer Wandel“ und „nachhaltige Stadt- und Raumplanung“. An der Schnittstelle beider Themen suchen wir nach Städten und Gemeinden in Deutschland und Frankreich, die im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung innovative Ansätze verfolgen. Das Spektrum ist breit und bietet zahlreiche Möglichkeiten – eine entscheidende Voraussetzung für einen authentischen „Bottom-up“-Ansatz.

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Einblick in den Scoutingprozess auf deutscher Seite
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In einer ersten Phase haben wir eine Literaturrecherche durchgeführt, und Expert:innen aus Forschungseinrichtungen und Netzwerken, wie z.B. dem Deutsch-Französischen Institut (DFI), dem Deutschen Institut für Stadt und Raumplanung (difu), dem deutsch-französischen Projekt zu Klimapartnerschaften für die lokale Energiewende Tandem oder dem Berliner Zentrum für Kunst und Urbanismus (ZK/U Berlin) um Empfehlungen gebeten. Bei der Vorauswahl geeigneter Städte und Gemeinden haben uns folgende Kriterien geleitet:

  • Die Kommunen sollten für eine besonders visionäre Politik der nachhaltigen Stadtentwicklung und Raumplanung anerkannt sein.
  • Sie sollten in diesem Bereich bereits auf einige Jahre Erfahrung in Planung und Umsetzung zurückschauen und wenn möglich bereits Wirkungen vorweisen können.
  • Außerdem sollten die Ortschaften unterschiedliche Größe, Finanzlage und geographische Lage haben und nicht im deutsch-französischen Grenzgebiet liegen.

Auf  Basis dieser Kriterien kamen für die deutsche Seite zehn Kommunen auf unsere Scouting-Shortlist: Altena, Cottbus, Hamburg, Hannover, das Hofheimer Land (Gemeindeallianz), München, Siegen, Stuttgart, Ulm und Wallmerod. Im April haben dann Mitarbeiter:innen aus dem Forschungs- und dem Dialogteam  in kleinen Teams diese Orte erkundet. Vor Ort sind wir mit Vertreter:innen aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch gekommen, um induktiv lokale Kernthemen der nachhaltigen Stadtentwicklung zu erforschen. Wir wollten herausfinden, mit welchen Problemen diese Kommunen in den letzten 20 Jahren konfrontiert waren, welche innovativen Lösungsansätze im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung umgesetzt wurden und vor welchen Herausforderungen sie heute stehen.

So unterschiedlich die Kommunen auch sind, einige Herausforderungen und Fragen wiederholen sich: wie umgehen mit Bevölkerungswachstum bei Wohnraumknappheit und hohen Mietspiegeln? Und umgekehrt im ländlichen Raum, wie umgehen mit Abwanderung, Überalterung und Dorfkernverödung? Wie sollte man nachverdichten bei gleichzeitiger Notwendigkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen? Wie kann man die energetische Sanierung von Gebäuden zur THG Reduktion beschleunigen? Und wie schafft man eine Mobilitätwende unter Einbeziehung und Akzeptanz der Stadtgesellschaft?

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Ausblick mit Weitblick
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Die Chancen und Herausforderungen, die mit diesen Projekten einhergehen, bieten viel Raum für Austausch und gemeinsames Lernen. In den nächsten Wochen sollen aus der engeren Auswahl, und in Abstimmung mit unseren französischen Partnern, zwei Kommunen als Ergänzung zu Marburg für die Aktionsforschung ausgesucht werden.

Mit den anderen Gemeinden aus unserem Scouting-Prozess möchten wir durch einen punktuellen Austausch und im Rahmen unserer Peer-Dialoge in Kontakt bleiben. Die Erkenntnisse aus Aktionsforschung und Peer-Dialogen werden uns in den kommenden 18 Monaten ermöglichen, die Handlungsbereiche zu konkretisieren, zu denen wir im Resonanzraum unsere nächsten politischen Empfehlungen für die französische und deutsche Regierung erarbeiten werden.